Wie auch im Jahr 2014 war es wieder eine sehr emotionale Reise.

Auch wenn ich diesmal wusste, was mich erwartet, war es doch so, dass ich wieder sehr mitgenommen war von den ganzen Erlebnissen.

Vielleicht ist das richtige Wort eher ~ Überwältigt ~.

 

Steht man in einem Heim, wo überall Kinder sind, spielen oder Babys auf decken auf dem

Boden liegen. Dich hunderte kleine Augen anschauen, dann muss man stark sein...

 

dieses Mal stand ich dort, immer mehr mit den Gedanken, dass sie nur hier sind, weil ihre

Eltern die Kosten für einen Arzt/ Operation/ Krankenhaus/medizinische Behandlung

nicht bezahlen können. 

Das Leiden, der Schmerz....der Eltern und der Kinder.....

Was sich kaum jemand wagt auszusprechen...

Ist es doch die Wahrheit.....

Eigentlich sind es keine Waisen, denn sie haben Eltern da draussen.

Aber der Preis, um medizinische Versorgung zu bekommen, bedeutet heutzutage

immer noch in vielen Teilen der Welt, den Verlust der Familie.

Es bricht mir das Herz.

 

 

Die einzige Hoffnung, dass ein Kind überlebt, die notwendige Versorgung bekommt ist, dass die Eltern es aussetzen.

Und nicht immer kann ihnen geholfen werden.

In den privaten Heimen ist es immer schön freundlich, alles ist bunt und sehr sauber.

Eine Nanny kümmert sich zum Teil um 2 Kinder, das ist aktzeptabel.

Das Leid aber, was hinter den ganzen Kinderaugen steckt, kann man sehen, fühlen, spüren.

Die privaten Heime geben sich die größte Mühe, den Kindern so gut es geht ein zu Hause zu geben.

Aber ist man mit den Kindern zusammen, merkt man schnell, wie kaputt das Kinderherz ist, genau wie die Seele.

Ich habe 6 private Waisenheime besucht. Das sind 6.

Ich weiß, es gibt noch mehr als 1000 Waisenheime. Egal ob staatlich oder privat.

 

1000  Waisenheime.

ca. 700.000 ausgesetzte Kinder, also Waisenkinder
(90% davon weil sie krank oder behindert sind)
 

ca. 60 Millionen zurückgelassenen Kinder (Left Behind Children)

 

Schauen Sie sich gern meinen Reiseblog an.

 

 

 

Ein ganz besonderer Dank.

Ich möchte mich nochmal an dieser Stelle von ganzem Herzen bei all denjenigen bedanken, die ein privates Waisenheim leiten, mit den Kleinen zu den Krankenhäusern fahren, sie trösten, wenn sie tagelang nach ihren Eltern schreien.

Diejenigen aus den Heimen, die mit den Kindern im Krankenhaus warten, hoffen, beten.

Bei Operationen im Krankenhaus warten und weinen um ein Kind, welches sie erst kurz kennen.

Die den Schmerz verkraften müssen, wenn ein Baby stirbt, mit dem Wissen, es ist ohne

Mama und Papa von dieser Welt gegangen, im Schmerz des Verlassenseins.

Diese Menschen, die in China jeden Tag einfach alles für diese Kinder geben und selbst allergrößte Hürden nehmen müssen, denn es ist nicht leicht in China zu helfen.

Diese Menschen haben meinen allergrößten Respekt und Dank!

Sie geben so viel und leiden dabei selbst unglaublich.

 

 

Danke !